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AVARE

AVARE
Ansprechpartner:

PD Dr. iur. Oliver Raabe

Ass. iur. Manuela Wagner

 

Links:
Förderung:

Baden Württemberg Stiftung

Starttermin:

2015

Endtermin:

2018

 

Unser Alltag ist heute von global vernetzten Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durchdrungen. Besonders die allgegenwärtige und bezahlbare Vernetzung führt dazu, dass Unternehmen, Organisationen und Haushalte permanent online sind und sich das Zusammenleben, die Kommunikation und das Geschäftsleben verändern. Zukünftig werden die Vernetzung und die damit verbundene Komplexität weiter steigen. Daher ist es für Bürgerinnen und Bürger immer schwerer nachzuvollziehen wo und durch wen ihre Nutzerdaten verarbeitet und verwendet werden. Soziale Netzwerke, kommerzielle Rabattsysteme, Smartphones, Cloud-Anwendungen und Ubiquitous Computing führen zu immer mehr Preisgabe personenbezogener Informationen. Diese Informationen werden ohne das Wissen der Bürgerinnen und Bürger von multinationalen Konzernen gesammelt, gespeichert, ausgewertet und verwertet. Bürgerinnen und Bürger können in diesem komplexen Szenario den Schutz Ihrer Daten schwer durchsetzen.

 

Ziel des Projektes ist es daher die Bürgerinnen und Bürger beim Schutz ihrer personenbezogenen Daten durch eine innovative und nutzerfreundliche Software-Anwendung zu unterstützten. Die Anwendung soll es den Nutzern ermöglichen, ihre datenschutztechnischen Präferenzen global und zentral zu bestimmen. Daraufhin werden diese Einstellungen dann auf verschiedene, eigene Hardware (Smartphones, PCs, Fahrzeug, SmartTV, Smart Home, …) und für verschiedene eigene Dienste (z.B. Facebook, …) übernommen und durch technische Maßnahmen (beispielsweise Unterbinden von Datenzugriffen und Tracking) umgesetzt. Wenn eine Anpassung nach Nutzerpräferenzen nicht möglich ist oder im Wiederspruch zu gewünschten Diensten steht, weist die Anwendung den Nutzer darauf hin. Gleiches gilt, wenn Anbieter ihre Datenschutzerklärungen verändern und dadurch bisher durchgesetzte Präferenzen nicht länger verfolgt oder bisher genutzte Dienste nicht länger verwendet werden können. Die Wirkung des Systems, das heißt das erreichte Vertrauensniveau, wird dadurch für den Nutzer transparent.

Es ist wünschenswert, dass die entwickelte Anwendung verschiedene Betriebssysteme und Endgerätetypen mittels einer einheitlichen Code-Basis adressiert. Zudem liegt ein starker Fokus auf der Usability der Anwendung. Daher wird diese kontinuierlich in den jeweiligen Entwicklungsschritten untersucht.

Des Weiteren wird im Rahmen einer interdisziplinären Herangehensweise die Anwendungs-Konzeption von Rechtswissenschaftlern auf rechtliche nationale und internationale Fragestellungen hin wissenschaftlich untersucht. Dadurch soll die Rechtskonformität der Anwendung, insbesondere unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Entwicklungen auf europäischer Ebene, bereits in der Entwicklungsphase ermöglicht werden.